{"id":279,"date":"1982-12-31T16:28:37","date_gmt":"1982-12-31T14:28:37","guid":{"rendered":"https:\/\/friebeismus.delphin-consult.eu\/?p=279"},"modified":"2020-11-04T09:50:19","modified_gmt":"2020-11-04T08:50:19","slug":"artikel-das-dilemma-der-innovationsprognosen-debakel-mit-dem-orakel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/artikel-das-dilemma-der-innovationsprognosen-debakel-mit-dem-orakel\/","title":{"rendered":"Artikel: Das Dilemma der Innovationsprognosen &#8211; Debakel mit dem Orakel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Autor dieses Artikels, Dr. Thomas von Randow, beschreibt bereits 1982 die Problematik, verl\u00e4sslich Innovationsentwicklungen vorherzusagen. Er nennt eine F\u00fclle von Fehlprognosen&nbsp;und ebensolcher Methoden,&nbsp;wie beispielsweise die sogenannte &#8222;Delphi-Methode&#8220;, und ihre Erfinder. Trotz einer hohen Kenntnisdichte zeichnet den Artikel ein verst\u00e4ndlich Sprache aus. Der Text und die Zeichnungen sind &nbsp;ein Lesegenuss. Der Artikel ist im dialog-Magazin der ehemaligen Nixdorf Computer AG, Paderborn, 1982 erschienen. (Eduard Heilmayr)<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Debakel mit dem Orakel<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Paderborn, 1982 (Dr. Thomas von Randow, dialog-Magazin) &#8211;&nbsp;\u201eDer Kluge horcht nach der&nbsp;Vergangenheit, wandelt in der&nbsp;Gegenwart, denkt aber an die&nbsp;Zukunft&#8220;, sagt ein italienisches&nbsp;Sprichwort. Menschen, die zu&nbsp;ergr\u00fcnden versuchen &#8211; oder&nbsp;zu wissen vorgeben -, was die&nbsp;Zukunft bringt, sind denn auch&nbsp;in allen Kulturen als Weise oder&nbsp;gar Heilige verehrt worden. Der&nbsp;aufgekl\u00e4rte Zeitgenosse am\u00fcsiert&nbsp;sich allenfalls \u00fcber die&nbsp;kleingl\u00e4ubigen Herrscher der&nbsp;Antike und des Mittelalters, die&nbsp;vor ihren Entscheidungen bei&nbsp;Propheten und Sehern Rat holten.&nbsp;In Wahrheit aber verh\u00e4lt&nbsp;sich der moderne Entscheidungstr\u00e4ger&nbsp;nicht anders. Zwar&nbsp;nennt er seine Ratgeber heute&nbsp;nicht mehr Propheten, sondern&nbsp;\u201ePlanungsvorgaben&#8220; oder&nbsp;\u201eTrendanalysen&#8220;, aber er bedarf&nbsp;ihrer weitaus dringlicher als&nbsp;die alten K\u00f6nige und Krieger,&nbsp;weil sich im vielf\u00e4ltig verzahnten&nbsp;Komplex der Industriegesellschaften&nbsp;die Folgen einer&nbsp;Fehlentscheidung wie eine&nbsp;fatale Seuche verbreiten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Einsicht hatte in den sechziger Jahren Wissenschaftler dazu angeregt, die M\u00f6glichkeit einer systematischen Vorhersage k\u00fcnftiger Ereignisse zu erkunden. Bald machten \u201eZukunftsforscher&#8220; von sich reden, und wie stets, wenn ein neuer Titel erfunden worden ist, legten sich diesen auch allerlei M\u00f6chtegern-Gelehrte zu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So manches Phantasieprodukt, das bislang als Utopie oder Sciencefiction eingeordnet worden war, gerierte sich nunmehr als futurologisches Forschungsergebnis. Sah der eine \u201eForscher&#8220; die Menschen im Jahr 1980 in riesigen Unterwasserst\u00e4dten leben, w\u00e4hnte der andere uns Heutige als Bewohner von Mond- und Marssiedlungen. Das vollautomatische Dienstm\u00e4dchen geh\u00f6rte zu den Lieblingsthemen der modernen Seher; ein Roboter f\u00fcr die Hausarbeit, der gesprochene Anweisungen entgegennimmt und nicht nur putzt, w\u00e4scht und kocht, sondern auch den Hund Gassi f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hunger d\u00fcrfte es l\u00e4ngst nirgendwo mehr geben, weil in vollautomatischen, transportablen Nahrungsmittelreaktoren Eiwei\u00dfstoffe aus praktisch&nbsp;jeder organischen Substanz synthetisiert w\u00fcrden, aus Unkraut, Gras, Altpapier oder Kohle. Zudem d\u00fcrften Bewohner entlegener Gebiete ohne Infrastruktur keine Transportprobleme mehr haben, weil die G\u00fcter mit \u201eLaufzeugen&#8220; dorthin gebracht w\u00fcrden, Maschinen, die, \u00fcbergrossen Insekten gleich, mit langen Beinen \u00fcber Stock und Stein staksen \u2014 tats\u00e4chlich sind solche Ger\u00e4te versuchsweise f\u00fcr den Apollo-Mondflug konstruiert worden, aber sie erwiesen sich als zu wacklig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis 1976, so sah es das f\u00fchrende US-Wirtschaftsmagazin \u201eFortune&#8220; vor 25 Jahren, sollte es Wissenschaftlern gelungen sein, das Blattgr\u00fcn Chlorophyll k\u00fcnstlich herzustellen, das Sonnenkraftwerk der Pflanzen. Und atomare Sprengs\u00e4tze w\u00fcrden \u201efriedlich&#8220; f\u00fcr Erdarbeiten verwendet, etwa um Hafenbecken auszuheben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht viel besser als den Phantasten erging es denen, die mittels wissenschaftlicher Erleuchtung die Zukunft aufzuhellen versuchten. So hatte der weltbekannte amerikanische Biologe Paul Ehrlich zum Beispiel 1969 mit mathematischer Akribie errechnet, da\u00df im Jahre 1980 der Fischbestand der Meere ausgerottet sein w\u00fcrde. Der Verkehrsexperte Gabriel Bouladon vom zukunftsorientierten Battelle-Institut prophezeite im Oktober 1967: \u201eDie letzten Omnibusse \u2014 elektrisch betriebene nat\u00fcrlich, wie von den um 1980 erlassenen Umweltgesetzen vorgeschrieben \u2014 werden bis 1990 verschwunden sein.&#8220; Statt dessen w\u00fcrden \u00fcberall an den Stra\u00dfenr\u00e4ndern Selbstbedienungstaxis stehen, die jeder mittels Kreditkarte als Z\u00fcndschl\u00fcsse! fahren und am Ziel einfach stehen lassen kann. Aussehen w\u00fcrden sie wie alle Autos um 1985: durchsichtige Plastikw\u00fcrfel einheitlicher Gr\u00f6\u00dfe auf winzigen R\u00e4dern; eine Super-Computerzentrale f\u00e4delt sie in den wie von Geisterhand gelenkten Verkehr ein. \u201eKeine Ampeln wird es mehr geben und keinen Stau&#8220;, lautete die frohe Botschaft des Schweizer Verkehrsexperten. F\u00fcr die rasch aufladbaren Wasserstoff-Batterien dieser elektrisch angetriebenen Fahrzeuge hatte Batteile schon ein Patent angemeldet. Ebenso f\u00fcr den Pneumatic Logic Tube Train, mit dem G\u00fcter und Passagiere wie in Rohrpost-Bomben durch ein gewaltiges R\u00f6hrensystem gepustet werden &#8211; mit Tempo 800.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Luftfahrt hatte die Studie besonders starke Leistungssteigerungen ausgemacht. Danach m\u00fcssten Linienflugzeuge heute schon 16 000 Kilometer in der Stunde zur\u00fccklegen. Frankfurt &#8211; New York: ein Katzensprung von 25 Minuten Dauer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle Zukunftsexperten, selbst die vorsichtigsten, waren vor 25 Jahren in drei Punkten einhelliger Meinung: 1985 w\u00fcrden Fusionsreaktor-Kraftwerke fast die gesamte Energieversorgung der industrialisierten Welt \u00fcbernommen haben, w\u00fcrde Krebs eine harmlose, weil heilbare Krankheit sein, und es w\u00fcrden korrekte \u00dcbersetzungen von Texten aus einer Sprache in die andere von Computern angefertigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wissen heute, am Ende der achtziger Jahre, da\u00df keine dieser drei fraglos w\u00fcnschenswerten Innovationen Wirklichkeit geworden ist. Warum war man sich vor einem Vierteljahrhundert \u00fcber ihr Eintreffen so sicher?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weil alles darauf hindeutete. Die Kernspaltung war schon erfolgreich gez\u00e4hmt worden; warum sollte dies nicht auch mit der Wasserstoffbombe m\u00f6glich sein? Physiker wu\u00dften sogar schon, wie dies zu bewerkstelligen sei. Das f\u00fcr die Kernverschmelzung notwendige superhei\u00dfe Plasma, das jeden materiellen Beh\u00e4lter augenblicklich zum Verdampfen bringen w\u00fcrde, sollte in \u201eFlaschen&#8220; aus magnetischen Feldlinien eingeschn\u00fcrt werden. Die Verwirklichung des Fusionsreaktors war \u201enur noch ein technisches Problem&#8220;; vor 25 Jahren gleichbedeutend mit \u201eein in absehbarer Zeit l\u00f6sbares Problem (dem Ingeni\u00f6r ist nichts zu schw\u00f6r)&#8220;. Inzwischen haben wir gelernt, da\u00df auch die Technik zuweilen an Grenzen des Machbaren st\u00f6\u00dft. Noch ist es nicht einmal im Experiment gelungen, ein Plasma der geforderten Art ann\u00e4hernd so lange aufrechtzuerhalten, wie es f\u00fcr die Kernfusion ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Anfangserfolge der Chemotherapie gegen den Krebs waren \u00fcberaus ermutigend. Einige Krebsformen sind kurierbar geworden. Doch die spezifisch auf Tumorzellen wirkende Chemikalie, die 1960 zum Greifen nahe schien, zumal sich einige Substanzen in Zellkulturen schon so verhielten, ist bis heute nicht entdeckt worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sprach\u00fcbersetzung mit Computern hatte schon damals eine lange Tradition. Diese Hoffnung reifte gleich mit den ersten Elektronenrechnern. Die ersten Versuche, sie zu verwirklichen, waren \u00fcberdies vielversprechend. Vor allem am Massachusetts Institute of Technology (MIT) an der US-Ostk\u00fcste und in den Forschungslabors der amerikanischen Bell-Telefongesellschaft waren schon 1956 verbl\u00fcffende \u00dcbersetzungseriolge gelungen. Sie mu\u00dften nur noch auf komplizierte Texte ausgedehnt werden. Das aber ist bis heute nicht gegl\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Freilich haben die Bem\u00fchungen um die Maschinen-\u00dcbersetzung einen durchbruchartigen Erkenntnisgewinn in den Sprachwissenschaften und einen gewaltigen Innovafionsschub f\u00fcr die Informatik gebracht. Einer hatte exakt dies vorhergesehen, der Mathematiker und Erfinder der Kybernetik, Norbert Wiener. Er erkl\u00e4rte 1956 in einem Symposium am MIT: \u201eIch glaube inzwischen, da\u00df MT (machine translation) f\u00fcr die Linguistik das sein wird, was das Gold der Alchimisten f\u00fcr die Porzellanmanufaktur gewesen ist, eine vergebliche Suche, mit unerwartet wertvollen Entdeckungen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemeinsam ist den drei bislang vergeblich erwarteten Innovationen, da\u00df es ihnen am rettenden Einfall gebrach. Im nachhinein kommt uns manche Erfindung so vor, als habe sie \u201ein der Luft gelegen&#8220;. Doch vorausschauend, so scheint es, ist in der Luft so recht nichts zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einer, der davor nicht kapitulieren wollte, war der deutschamerikanische Mathematiker bei der RAND Corporation in Kalifornien, Olaf Helmer. Er machte sich mit \u201eDelphi&#8220; einen Namen, einer speziell f\u00fcr Innovationen erdachten, prognostischen Methode, die auf der merkw\u00fcrdigen Annahme beruhte, da\u00df Experten ein Gesp\u00fcr f\u00fcr zuk\u00fcnftige Entwicklungen h\u00e4tten und sich diese individuellen Intuitionen zu verl\u00e4\u00dflichen Vorhersagen verdichten lie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doktor Helmer verschickte Fragebogen an 150 Pers\u00f6nlichkeiten \u2014 Wirtschaftler, Ingenieure, Mathematiker, Offiziere, Betriebsberater, Physiker, Soziologen und (f\u00fcnf) Schriftsteller. 81 der Angeschriebenen entsprachen der Bitte des Mathematikers, \u201egr\u00f6\u00dfere wissenschaftliche Umw\u00e4lzungen und Erfindungen zu nennen, die Ihnen in den Sie besonders interessierenden Gebieten sowohl dringend notwendig als auch innerhalb der n\u00e4chsten f\u00fcnfzig Jahre realisierbar erscheinen&#8220;. Diese Angaben wurden f\u00fcr eine zweite Fragebogenaktion aufgelistet. Diesmal sollte jeder angeben, f\u00fcr wie wahrscheinlich er in welchem k\u00fcnftigen Zeitraum die Verwirklichung der einzelnen Erfindungen oder Durchbr\u00fcche halte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem dies geschehen war, wurden den Experten die meisten Ergebnisse der zweiten Befragung mitgeteilt. Nun sollten sie sich noch einmal zu denjenigen zuk\u00fcnftigen Ereignissen \u00e4u\u00dfern, \u00fcber deren Eintrittswahrscheinlichkeit keine rechte Einigung zustande gekommen war. Auch dies geschah. Und nach einer vierten, weiterhin auf Einigung abzielenden Befragung stellte Helmer \u00fcber sechs verschiedene Gebiete Tabellen zusammen, die jeweils ein Zukunftsbild zeichneten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob diese Delphi-Technik Licht in das Dunkel der Zukunft bringen w\u00fcrde \u2014 Helmer selbst \u00e4u\u00dferte sich hoffend, jedoch nicht ohne Zweifel dar\u00fcber. Inzwischen sind zwanzig Jahre vergangen, und so hat sich ein Teil jenes Dunkels zur Gegenwart und Vergangenheit aufgehellt. Manches traf ein, zum Beispiel die f\u00fcr die Jahrzehntwende 1970 vorausgesagte Entwicklung der Antibabypille. Zahlreich aber sind auch die Nieten. Der schon erw\u00e4hnte automatische Dolmetscher sollte selbst nach Meinung der vorsichtigsten unter den Experten sp\u00e4testens 1978 seine Arbeit aufnehmen Wirtschaftlich tragbare Meerwasserentsalzung m\u00fcsste es seit zehn Jahren geben, ebenso synthetische Baustoffe f\u00fcr eine ultraleichte Bauweise. \u201eZuverl\u00e4ssige Wettervorhersagen&#8220; waren mit gr\u00f6\u00dfter Wahrscheinlichkeit f\u00fcr 1985 angesagt, auf dem Gebiet der Wetter- oder gar Klimakontrolle m\u00fcsste sich inzwischen auch schon etwas tun, eine \u201eRevision der physikalischen Theorien&#8220; &#8211; ein neuer Einstein? &#8211; war f\u00fcr 1980 erwartet, und eine \u201ezentrale Informationsbank&#8220; w\u00e4re in drei Jahren f\u00e4llig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein, dieses Delphi war kein gutes Orakel. Nigel Calder, der etwas fr\u00fcher als Helmers Aktion in der englischen Wissenschaftszeitschrift \u201eNew Scientist&#8220; Wissenschaftler \u00fcber die Zukunft spekulieren lie\u00df, hatte zwar keine bessere, aber auch keine schlechtere Trefferquote. Statistisch gewertet, war sie in beiden F\u00e4llen gleich Null.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vorstellungskraft, auch die von Experten, hilft offenbar wenig, wenn es gilt, das Morgen zu ergr\u00fcnden, weil wir Gefangene des Heute sind. Alle futurologische Intelligenz in der Bl\u00fctezeit der Zukunftsforschung sah weder die damals nahe bevorstehenden Energiekrisen, noch die weltweite Arbeitslosigkeit voraus. Selbst auf den Taschenrechner war keiner gekommen. Hingegen errechnete der prominenteste Futurologe, Hermann Kahn, aus einer F\u00fclle von Daten, da\u00df Frankreich in den achtziger Jahren zur f\u00fchrenden Weltmacht w\u00fcrde, da\u00df sich ein nie zuvor gekannter Wohlstand \u00fcber den Erdball verbreite, in dem nur noch wenige, denen es halt Spa\u00df mache, arbeiteten, w\u00e4hrend sich die anderen dem Genu\u00df eines permanenten Studiums und anderen kulturellen Freuden hing\u00e4ben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Analyse der damals prophezeiten Innovationen zeigt, wie leicht wir sich anbahnende Entwicklungen \u00fcbersch\u00e4tzen. Der Harvard-Psychologe Skinner hatte mit einer Lernmaschine experimentiert, einem Mechanismus, der dem Sch\u00fcler den Lehrstoff portionsweise unter einem kleinen Fenster zu lesen gab. Jeder dieser Lehreinheiten folgten Fragen, die mit Knopfdruck f\u00fcr \u201eja&#8220; oder \u201enein&#8220; zu beantworten waren. Skinner schwebte vor, mit solchen Apparaten jedem Lernenden die M\u00f6glichkeit zu geben, sein Lerntempo selbst zu bestimmen. Skinners Slogan: Ein Privatlehrer f\u00fcr jedes Kind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gesch\u00e4ftst\u00fcchtige Leute griffen die Idee rasch auf. Erziehungswissenschaftler verfeinerten die Methode, bald war die p\u00e4dagogische Revolution geboren: programmiertes Lernen. F\u00fcr die Zukunftsdeuter war damit die Richtung klar. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene w\u00fcrden in naher Zukunft an Lernmaschinen geradezu spielend und darum mit Wonne so viel lernen wie keine Generation zuvor. Das englische Schlagwort, weltweit im Munde gef\u00fchrt, hie\u00df permanent education.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Skinners Apparat klappert in keinem Klassenzimmer mehr, der Traum vom automatischen Privatlehrer ist verflogen; geblieben ist der computergest\u00fctzte Unterricht, dessen Name freilich weitaus mehr verspricht als die Realit\u00e4t h\u00e4lt. Und die Mehrheit der Menschen gibt sich in den achtziger Jahren der Unterhaltung durch das Fernsehen hin statt der Lust am lebenslangen Lernen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer nicht wie einst Hitler an die Vorsehung oder wie Wallenstein an ein in den Sternen festgeschriebenes Schicksal glaubt, wei\u00df nur zu genau, da\u00df Zukunft prinzipiell unerfahrbar und darum K\u00fcnftiges nur in dem Ma\u00dfe vorhersehbar ist, indem es durch wohlbestimmte Kausalketten mit gegenw\u00e4rtig erkennbaren Pr\u00e4missen verkn\u00fcpft oder von unverkennbaren Entwicklungslinien gekennzeichnet ist. Dieses Ma\u00df freilich ist in den allermeisten F\u00e4llen recht d\u00fcrftig. Selbst das Wetter, immerhin ein physikalischer Vorgang, unbeeinflu\u00dft vom kaprizi\u00f6sen Verhalten der Menschen, l\u00e4\u00dft sich allenfalls f\u00fcr drei, vier Tage schlecht und recht vorhersagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein bi\u00dfchen zuverl\u00e4ssiger sind allerdings die Meteorologen geworden, seitdem ihre Arbeit von Satellitenbildern unterst\u00fctzt wird. Waren sie bis dato weitgehend auf \u2014 viel zuwenig \u2014 Me\u00dfdaten angewiesen, von denen Kausalit\u00e4tsketten abgeleitet werden mu\u00dften, haben sie nunmehr Gelegenheit zu Trendanalysen. Das Hoch, das sich \u2014 auf dem Satellitenfilm deutlich sichtbar &#8211; nach S\u00fcdosten bewegt, wird nicht abrupt seine Richtung \u00e4ndern, sondern seine Reise in den kommenden Stunden fortsetzen. F\u00fcr Unsicherheit aber sorgen &nbsp;die heute noch nicht auszumachenden Trends, die morgen schon entscheidend f\u00fcr das Geschehen sein k\u00f6nnen. Sie gleichen den innovativen Entwicklungen im stillen Bastelb\u00fcdchen oder hinter verschlossenen Labort\u00fcren konkurrenzf\u00fcrchtender Firmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Mikroprozessor hat niemand, der nicht an seiner Entwicklung beteiligt war, vorausgeahnt. Er kam, sah und siegte auf der ganzen Linie. Eine Weile war dann das Prognostizieren einfach. Da\u00df Computergenerationen in kurzen Zeitspannen aufeinanderfolgen w\u00fcrden, jede leistungsf\u00e4higer, bedienungsfreundlicher, billiger, kleiner und schneller als die vorige \u2014 jeder in der Branche las dies an weit in die neunziger Jahre projizierten Kurven in seiner Fachzeitschrift ab. Beliebt wurden die Graphiken, welche die Komplexit\u00e4t der Bauelemente mit den Jahren ihrer Markteinf\u00fchrung in Beziehung setzten. Auf der Y-Achse die Speicherf\u00e4higkeit von integrierten Schaltungen, logarithmisch aufgetragen von null bis zehn Millionen Bits; auf der X-Achse die Zeit von 1960 bis zum Jahr 2000. Die Kurve: eine Gerade, die im Winkel von 45 Grad emporsteigt. Ihr unteres Ende: die Realit\u00e4t. Doch ob sich die k\u00fcnftige Entwicklung so linear weiterentwickeln w\u00fcrde, ist die schlichte Frage, die Prognostiker gerne ignorieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schwung, den solche Schaubilder noch vor acht Jahren suggerierten, ist keineswegs verpufft. Nur sind die Erwartungen konservativer geworden. Neue, hyperkomplexe elektronische Komponenten zu entwickeln kostet viel Geld. Ein einziger Flop kann eine Firma an den Rand des Ruins bringen. Zu so einem fatalen Versager mag es aus dem banalen Grund kommen, da\u00df die Nachfrage f\u00fcr das entwikkelte Produkt falsch eingesch\u00e4tzt worden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie sehr sich sogar versierte Fachleute \u00fcber die Akzeptanz von neuen Produkten t\u00e4uschen k\u00f6nnen, erfahren innovative Unternehmen allenthalben. Der vom Erfolg so sehr verw\u00f6hnte Polaroid-Konzern hatte riesige Summen in ein Projekt gesteckt, von dem jeder hatte glauben m\u00fcssen, da\u00df es zu einem wahren Renner werden m\u00fcsse, den Polaroid-Kinofilm. Wie bei den stehenden Buntbildern der beliebten Sofortbild-Kamera sollten nun auch die Filmer ihr Werk schon ein paar Minuten nach der Aufnahme betrachten k\u00f6nnen. Als diese Entwicklung in Angriff genommen wurde, waren die elektronischen Kameras und Videoger\u00e4te allenfalls f\u00fcr Fernsehanstalten erschwinglich. Da\u00df deren Preise einmal drastisch sinken k\u00f6nnten, galt als ausgeschlossen. Doch sie purzelten und taten dies just zu dem Zeitpunkt, da Polaroids nicht gerade billiges Sofort-Kinofilm-System marktreif geworden war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bildplatte stand aus dem gleichen Grund \u2014 zun\u00e4chst &#8211; auch unter keinem guten Stern. Gerettet wurden die Entwicklungskosten von den CDSchallplatten, von denen sich der Innovator anfangs nichts versprochen hatte. Der CD-Idee steht allerdings bereits der n\u00e4chste Konkurrent ins Haus, der digitale Kassettenrecorder. Sein Vorteil: Er kann die Musik nicht nur abspielen, sondern auch aufnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch vermag niemand abzusch\u00e4tzen, ob der Bildschirmtext der Deutschen Bundespost einmal zu den erfolgreichen Innovationen der achtziger Jahre gez\u00e4hlt werden wird. Computernetze, innerbetriebliche wie weltumspannende, haben sich l\u00e4ngst durchgesetzt, sind lebenswichtig f\u00fcr die moderne Wirtschaft und die wissenschaftlichen Zentren unserer Tage geworden. F\u00fcr den Informationstransfer also besteht nach wie vor gro\u00dfer Bedarf. Doch ob er bis in die Privatwohnung reichen soll, ist kaum abzusch\u00e4tzen. Das Bankgesch\u00e4ft an der Tastatur, der Warenhauskatalog auf dem Bildschirm, Anzeigen auf dem Monitor, die sowieso in der Zeitung stehen, und Nachrichten, die man am Fernsehen ohnehin vorgelesen bekommt \u2014 das alles ist nicht sonderlich attraktiv.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Datenbanken, die nicht nur professionellen Benutzern zur Verf\u00fcgung stehen, das laufend aktualisierte elektronische Konversationslexikon etwa, werden dort, wo sie schon angeboten werden \u2014 Beispiel USA \u2014, von Privatpersonen kaum benutzt. Wer wei\u00df, vielleicht \u00fcbersch\u00e4tzen wir den Wissensdurst unserer Mitmenschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Veteran auf der Liste der zu erwartenden technischen Neuerungen ist das Telefon, an dem der Teilnehmer vom anderen Ende nicht nur zu h\u00f6ren, sondern auch zu sehen ist. Kaum war die Braunsche R\u00f6hre f\u00fcr das Fernsehen entdeckt, konnten Besucher der Berliner Funkausstellung 1934 per Bildtelefon miteinander kommunizieren. Bis heute aber ist es ein Ausstellungsspektakel geblieben. Viel Hoffnung besteht f\u00fcr den technischen Ladenh\u00fcter wohl nicht mehr. Wer Abend f\u00fcr Abend Menschen am Bildschirm betrachtet, findet Gespr\u00e4chspartner auf der Mattscheibe nicht mehr sonderlich sehenswert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sind zur Zeit entscheidende technische Innovationen in Sicht? Nach allem Gesagten mag diese Frage absurd klingen. Gestellt werden aber mu\u00df sie, jeden Tag auf&#8217;s neue, von Industrie, Wirtschaft und Politik, so wenig zuverl\u00e4ssig auch die Antworten ausfallen m\u00f6gen. Freilich beziehen sich die wichtigen Voraussagen ohnehin auf nicht allzu gro\u00dfe Zeitr\u00e4ume. Und da ist es halt wie mit der Wetterprognose \u2014 je kurzfristiger, desto brauchbarer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die folgenreichsten technischen Ver\u00e4nderungen hat unser Jahrzehnt auf dem Gebiet der High-Tech erlebt, und dies wird sich mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit noch eine Weile fortsetzen. Vor allem die Robotik d\u00fcrfte erst am Anfang ihrer Entwicklung stehen. Da\u00df es mit den Robotern anfangs so schleppend vorw\u00e4rts ging, hatte einen unerwarteten Grund: Es stellte sich heraus, da\u00df nicht etwa die T\u00e4tigkeiten, die uns ais besonders hochwertig vorkommen, n\u00e4mlich die vom Gro\u00dfhirn gesteuerten wie das Rechnen oder logische Schlie\u00dfen, die gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten bei ihrer maschinellen Simulation bereiten. Als widerspenstig erweisen sich gerade die F\u00e4higkeiten, die aus den alten Regionen des Denkorgans gespeist werden, so simple Dinge wie Handbewegungen, das Laufen oder das Erkennen einfacher Formen. Hier aber hat die Technik enorme Fortschritte gemacht. In Sicht ist zum Beispiel der Roboter f\u00fcr den Warenversand. Er wird uneinheitlich geformte Gegenst\u00e4nde optimal in einem Laderaum stapeln k\u00f6nnen. F\u00fcr die Texterfassung f\u00fcr Datenbanken und Verlage sind Lesemaschinen vonn\u00f6ten, die nicht nur auf ein paar Schrifttypen und -gro\u00dfen fixiert und nicht so fehleranf\u00e4llig sind wie die gegenw\u00e4rtig angebotenen Ger\u00e4te.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Ende der f\u00fcnfziger Jahre die ersten Computer verkauft wurden, konnten nur Programmierer mit ihnen umgehen. Kein Wunder, da\u00df Utopisten w\u00e4hnten, bald w\u00fcrde jeder Mensch die Kunst des Programmierens beherrschen m\u00fcssen. Es ist anders gekommen. Computer stehen in fast jedem B\u00fcro und werden von Personen bedient, die nicht einmal eine vage Vorstellung von einem Computerprogramm haben. Gerade in den letzten Jahren sind die Rechner mehr und mehr der Bequemlichkeit des Benutzers angepa\u00dft worden. Was einer zu tun hat, um die Maschine zu der einen oder anderen T\u00e4tigkeit zu bewegen, tippt er in gew\u00f6hnlicher Umgangssprache auf die Tastatur. Und wo der K\u00fcrze halber bestimmte Befehle mit einem Tastendruck gegeben werden m\u00fcssen, wird dem Benutzer ausf\u00fchrlich am Bildschirm erkl\u00e4rt, was er zu tippen hat. Einfacher w\u00e4re es nur noch, wenn wir dem Ger\u00e4t sagen k\u00f6nnten, was es tun soll. Solche Sprachein- und -ausg\u00e4be ist im Prinzip ein seit langem gel\u00f6stes Problem. Im Jahre 1956 f\u00fchrte Claude Shannon am Bell-Laboratorium staunenden Besuchern vor, wie er sich mit einer Maschine unterhielt. Doch nur er wurde von dem Apparat verstanden, und auch nur, wenn er nicht gerade eine Erk\u00e4ltung hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Unzul\u00e4nglichkeit plagt die Speechprocessor-Spezialisten immer noch. Mit dem Sprechen hat der entsprechend ausgestattete Computer kein Problem mehr. Sein Dialekt \u00e4hnelt immer weniger den blechernen Science-fiction-Stimmen. Aber es f\u00e4llt ihm schwer, die sprachbestimmenden Formanten aus dem Frequenzgemisch, das unsereiner von sich gibt, herauszufischen. Zu allem \u00dcberflu\u00df sind diese auch noch von Sprecher zu Sprecher so verschieden wie Fingerabdr\u00fccke. Da\u00df wir \u00fcberhaupt einander verstehen, grenzt an ein Wunder. Dieses jedoch glauben Ingenieure auch an Maschinen vollbringen zu k\u00f6nnen. Kurze gesprochene Befehle zum Beispiel befolgen experimentelle Ger\u00e4te in den Labors der Industrie schon recht akkurat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Computer noch ganze Stockwerke f\u00fcllten, wurden sie gerne \u201eElektronengehirne&#8220; genannt, und Philosophen besch\u00e4ftigten sich mit der Frage, ob eine Maschine ein Bewu\u00dftsein haben k\u00f6nne. Der Gedanke, die rechnenden, logisch schlie\u00dfenden und in begrenztem Rahmen gar lernenden Automaten m\u00fcssten \u00c4hnlichkeit mit dem menschlichen Gehirn haben, lag nahe und inspirierte Wissenschaftler, sich \u00fcber k\u00fcnstliche Intelligenz Gedanken zu machen. Inzwischen sehen wir Elektronenrechner viel n\u00fcchterner, aber das Forschungsgebiet \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz&#8220; ist geblieben. Sein Name hat zu Mi\u00dfverst\u00e4ndnissen auch unter Fachleuten gef\u00fchrt. Manche eher abenteuerlichen Versuche, etwa das Bestreben, ausgerechnet in der psychiatrischen Sprechstunde einen Computer als Therapeuten einzusetzen, nagten am guten Ruf der neuen Disziplin. Doch sie hielt sich wacker und brachte inzwischen au\u00dferordentlich n\u00fctzliche Programme hervor, die \u201eExpertensysteme&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Idee, Expertenwissen so zu speichern und zu strukturieren, da\u00df es von denen, die Expertenrat ben\u00f6tigen, abgerufen werden kann \u2014 sogar mit nicht sonderlich pr\u00e4zisen Fragen -, lag nahe. Ihre Ausf\u00fchrung stellte extrem hohe Anspr\u00fcche an die Programmierer. Expertensysteme f\u00fcr \u00c4rzte, f\u00fcr Computerbenutzer, f\u00fcr die Reparaturcrew auf einer \u00d6lbohrinsel oder f\u00fcr Laboranten in Forschungsinstituten haben sich l\u00e4ngst bestens bew\u00e4hrt. Dennoch steckt die Entwicklung noch in den Kinderschuhen. Expertensysteme, die lernen und sich deshalb in der Praxis laufend selbst verbessern k\u00f6nnen, stehen auf dem Forschungsprogramm. Wer hier f\u00fcr die nahe Zukunft beachtliche Fortschritte prognostiziert, wird kein allzu gro\u00dfes Wagnis eingehen. In der Medizin steht die Entwicklung des Aids-Impfstoffes bevor, f\u00fcr die saubere Umwelt stehen allerlei neue Abgasfilter auf dem Programm, und Gott wei\u00df, was die Kriegsindustrie in aller Welt ausbr\u00fcten wird. Qui vivra, verra.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2014\/11\/1988_dialog-Magazin-der-Nixdorf-AG-S20ff_Dr.-Thomas-von-Randow_Das-Dilemma-der-Industrieprognosen_Artikel.pdf\">1988_dialog-Magazin-der-Nixdorf-AG-S20ff_Dr.-Thomas-von-Randow_Das-Dilemma-der-Industrieprognosen_Artikel<\/a><a href=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2014\/11\/1988_dialog-Magazin-der-Nixdorf-AG-S20ff_Dr.-Thomas-von-Randow_Das-Dilemma-der-Industrieprognosen_Artikel.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Autor dieses Artikels, Dr. Thomas von Randow, beschreibt bereits 1982 die Problematik, verl\u00e4sslich Innovationsentwicklungen vorherzusagen. 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