{"id":1283,"date":"2017-06-12T17:00:58","date_gmt":"2017-06-12T15:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/friebeismus.delphin-consult.eu\/?p=1283"},"modified":"2020-11-02T14:58:25","modified_gmt":"2020-11-02T13:58:25","slug":"nachruf-klaus-p-friebe-was-weiterlebt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/nachruf-klaus-p-friebe-was-weiterlebt\/","title":{"rendered":"Nachruf Klaus P. Friebe: Was weiterlebt&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Klaus P. Friebe ist am 12. Juni 2017 in Berlin gestorben. Er wurde 82 Jahre alt. Seine Frau Liane und seine S\u00f6hne Marc und Kirk begleiteten ihn in seinen letzten Stunden. Friebes Tod bedeutet f\u00fcr ihn das Ende einer sehr langen und schweren Krankheit. Er litt an einer fortschreitenden Sch\u00e4digung der Nervenzellen, die f\u00fcr Muskelbewegungen verantwortlich sind; die unheilbare Krankheit ist unter dem K\u00fcrzel ALS bekannt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Als Au\u00dfenstehender kann man nur erahnen, was Friebe und seine Familie in den letzten Jahren durchleiden mussten. Umso mehr staunte ich immer wieder \u00fcber die Herzlichkeit und Freude, mit der ich im Haus der Friebes in Mariendorf bei meinen Besuchen dort empfangen wurde. Und ich staunte \u00fcber die fortw\u00e4hrende geistige Kraft von Friebe.<\/p>\n\n\n\n<p>So sprachen wir auch noch bei meinem letzten Besuch im M\u00e4rz dieses Jahres \u00fcber Themen, die Friebe sein ganzes berufliches Leben lang besch\u00e4ftigten. Es ging um die Anwendung der von ihm entwickelten \u201eErfolgsformel\u201c in Unternehmen und Organisationen. Es war, wie immer mit Friebe, ein engagiertes, kontr\u00e4res, \u00fcberraschendes Gespr\u00e4ch!<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Kreativit\u00e4t in der Diskussion, seine Gespr\u00e4chsf\u00fchrung, seine Argumentationsst\u00e4rke, seine Schlussfolgerungen \u2013 allen diesen herausragenden Eigenschaften konnte seine schreckliche Krankheit bis zuletzt nichts anhaben; ebenso wenig seinem Erstaunen \u00fcber Zweifel und Widerworte. Es gelang mir selten, seine Argumente zu widerlegen; wenn dann doch, sp\u00fcrte man deutlich den Starrsinn von Friebe \u2013 er wechselte dann einfach das Thema.<\/p>\n\n\n\n<p>Friebe war dennoch ein au\u00dfergew\u00f6hnlich gro\u00dfer Geist. Und ich habe es h\u00e4ufig erlebt: Er machte es weder seinen Mitstreitern leicht, noch seinen Widersachern \u2013 ihnen erst recht nicht. Seinen Kampfgeist und seine F\u00e4higkeit, komplexe Zusammenh\u00e4nge insbesondere aus ungew\u00f6hnlichen Perspektiven zu analysieren \u2013 Friebe nannte das \u201edie Logik hinter der Unlogik suchen\u201c \u2013, f\u00fchrte Friebe selbst auf seine Kindheit, seine Jugend und die ersten Berufsjahre in sozialistischen Plansystemen zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>1935 in Oberschlesien geboren, besuchte Friebe dort deutsche und polnische Schulen. In einem Gespr\u00e4ch im Januar 2011 erz\u00e4hlte er aus seiner Kindheit (Anm. der Red.: Orginaltranskript):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u00a0\u201eIch bin gro\u00df geworden mit sieben Geschwistern. Wir hatten nichts nach dem Krieg. Meine Mutter sagte, &#8222;was Ihr im Kopf habt, kann euch keiner stehlen&#8220;. Ich wurde sozusagen aus diesem Grund &#8222;zur \u00d6konomisierung des Wissens&#8220; erzogen, also zum \u00f6konomischen Wert des Wissens. Uns Kindern wurde sehr fr\u00fch klargemacht, dass man alles verlieren kann &#8211; und wir verloren alles, was Vater und Mutter aufgebaut hatten &#8211; aber das, was man im Kopf hat, kann keiner einem wegnehmen. Durch die unterschiedlichen Schulsysteme, die ich durchlaufen musste, lernte ich viel \u00fcber die Zusammenh\u00e4nge des Wissens, und je mehr ich verstand, desto erfolgreicher war ich. Ich habe damals nicht von Erfolg gesprochen, sondern eher von einem Vorteil &#8211; dem \u00f6konomischen Vorteil. Entweder hat sich das in Zensuren ausgedr\u00fcckt, in einer Belohnung oder in einem Preis. Ich war in meiner Ausbildungszeit auch gezwungen, so viel unterschiedliche Dinge wie m\u00f6glich zu machen. So habe ich w\u00e4hrend meines Studiums der Elektrotechnik gleichzeitig auch \u00c4gyptologie studiert. Als Fremdsprache mussten wir russisch lernen. Alle in der Schule weigerten sich, russisch zu lernen. Meine Mutter hat gesagt: Du wei\u00dft nicht, f\u00fcr was Du es brauchst &#8211; Russland ist gro\u00df. Sie hat uns motiviert, russisch zu lernen. Wir waren einer der wenigen, die wissbegierig die Sprache gelernt haben. Im Studium hat mir das genutzt, da die Russen billige Fachb\u00fccher angeboten hatten.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>&nbsp;Im Jahr 1958 \u00fcbersiedelte Friebe nach Deutschland. Dort musste er das Abitur erneut ablegen und ebenso sein Studium der Elektrotechnik. Die Schul- und Studienabschl\u00fcsse aus Polen wurden in Deutschland nicht anerkannt. Sein Studienfreund an der Technischen Hochschule M\u00fcnchen und lebenslanger Wegbegleiter Dr. Uwe Thomas, Wirtschaftsminister a.D. in Schleswig-Holstein und Staatssekret\u00e4r a.D. im Bundesministerium f\u00fcr Forschung und Technologie, charakterisiert Friebes Kampfeswille und Furchtlosigkeit mit dieser Studienzeit-Anekdote:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u00a0\u201eZusammen mit uns wohnte im gleichen Stockwerk ein riesengro\u00dfer, farbiger Mann aus Uganda mit dem Namen Okello. Er war sp\u00e4ter einer der Milit\u00e4rf\u00fchrer in Uganda.\u00a0 Auf mich machte er durchaus einen gewaltt\u00e4tigen Eindruck. Friebe sprach ihn mehr als einmal an: &#8218;Jumbo, du hast schon wieder nicht die Dusche saubergemacht. Mach endlich die Dusche sauber!&#8216; Und Okello, dieser Zwei-Meter-H\u00fcne, marschierte in die Dusche und machte sie sauber.\u00a0 Friebe hatte das nichts ausgemacht. Ich h\u00e4tte mich das nie getraut.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>&nbsp;Nach Abschluss des Studiums ging Friebe mit seiner Frau Liane 1967 in die USA. Seine beiden Kinder Marc und Kirk wurden dort geboren. Zuerst arbeitete Friebe als Entwicklungsingenieur bei General Dynamics in Rochester, N.Y., danach als Produktmanager bei Sperry Rand USA. Friebe arbeite erfolgreich. Eine Gespr\u00e4chsaufzeichnung belegt wie er damals seine beruflichen Anforderungen anging (Anm. der Red.: Orginaltranskript):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00a0<em>\u201eAls wir Probleme hatten bei Kopierern, in der Abteilung, die ich zum Schluss geleitet habe, da hat mein Vice President gesagt: &#8218;Don&#8217;t worry,\u00a0 give it to Klaus! Crazy German, he will solve it.&#8216; Ich bin mit keinem Vorurteil an die Probleme herangegangen. Ich habe gesagt, das ist die Situation, das ist die Aufgabe, und in der Situation m\u00fcssen wir das l\u00f6sen. Ich habe mir nicht eingebildet, ein guter Manager zu sein und ich habe mir auch nicht eingebildet, ein guter Ingenieur zu sein. Ich hatte nur die Aufgabe und ich hatte die Zw\u00e4nge, die Probleme zu l\u00f6sen.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>&nbsp;1975 kehrte Friebe mit seiner Familie zur\u00fcck in die Bundesrepublik. Bis Anfang 1978 leitete er im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr Forschung und Technologie das Projekt \u201eAnwendung der Mikroelektronik in kleinen und mittleren Unternehmen\u201c am Institut f\u00fcr Systemtechnik und Innovationsforschung in Karlsruhe. Es war ein herausfordernder, aufregender und schwieriger Job. Ausgel\u00f6st durch eine rasante technologische Entwicklung, insbesondere durch die Mikroelektronik, bestanden hohe Risiken f\u00fcr die deutsche Industrie, besonders f\u00fcr mittelst\u00e4ndische und kleine Unternehmen. U. a. die Uhrenindustrie und der Maschinenbau und deren Zulieferer waren zunehmend in ihrer Existenz bedroht. Bisherige Forschungs- und F\u00f6rderkonzepte versagten oder brachten zumindest nicht schnell genug z\u00e4hlbare Ergebnisse.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Situation entwickelte Friebe v\u00f6llig neue Konzepte, die bei vielen etablierten Wissenschaftlern, Vertretern von Gro\u00dfunternehmen, aber auch Politikern und Gewerkschaftlern anf\u00e4nglich auf gro\u00dfe Ablehnung stie\u00dfen. Nicht jedoch bei den kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen. Denn diese sp\u00fcrten sehr deutlich: Friebe steht auf ihrer Seite.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Konzepte f\u00fchrten schlie\u00dflich 1978 zur Gr\u00fcndung des VDI\/VDE-Technologiezentrums Informationstechnik in Berlin, dessen operativer Gr\u00fcndungsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus P. Friebe wurde. Er leitete das VDI-TZ, wie es intern kurz genannt wurde, 21 Jahre lang. W\u00e4hrend seiner Arbeit dort entwickelte Friebe mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die wichtigsten F\u00f6rderprogramme des Bundes zur Anwendung der Mikroelektronik und neuer Technologien in Deutschland. Als Projekttr\u00e4ger war das VDI-TZ auch f\u00fcr deren erfolgreiche Umsetzung mit verantwortlich. Friebe trug damit an entscheidender Stelle zur Modernisierung der deutschen Wirtschaft in den siebziger und achtziger Jahren bei. Auch heute noch nimmt die Nachfolgeorganisation, die VDI\/VDE Innovation + Technik GmbH, eine herausragende Rolle bei der F\u00f6rderung von Innovationen in der Wirtschaft ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Von 1991 bis 2000 arbeitete Friebe dann als Direktor der Technologiestiftung Schleswig-Holstein in Kiel, kurz TSH; an der Gr\u00fcndung der TSH war er ma\u00dfgeblich beteiligt. Und auch dort war Friebe wieder erfolgreich, wie Dr. J\u00f6rg Biel, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer i.R. der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein, bei einer Rede im September 2005 in Kiel anklingen lie\u00df:<strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>&#8222;Dass es dann auch tats\u00e4chlich begann, daf\u00fcr sorgte eine besondere Pers\u00f6nlichkeit \u2013 n\u00e4mlich der erste Direktor der TSH Klaus-Peter Friebe. Ich habe selten einen Menschen erlebt, der es mit unkonventionellen Ideen, mit einer enormen Durchsetzungskraft und gro\u00dfer Konfliktbereitschaft verstand, die Leute mitzurei\u00dfen und etwas zu bewegen. Querdenken war und ist sein Lebenselixier. Und er verstand es, F\u00f6rdermittel nur dann zu verteilen, wenn Partner aus der Wirtschaft und der Wissenschaft zusammenarbeiteten \u2013 der Technologietransfer also direkt in die F\u00f6rderung eingebettet wurde.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Eine von Friebes St\u00e4rken beschrieb Edelgard Bulmahn, von 1998 bis 2005 Bundesministerin f\u00fcr Bildung und Forschung im Kabinett von Bundeskanzler Gerhard Schr\u00f6der in einem Gespr\u00e4ch 2010:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u201eFriebe bringt unterschiedliche Menschen zusammen, aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen, aus unterschiedlichen Kulturkreisen, aus unterschiedlichen sozialen Ebenen, mit einer gro\u00dfen Offenheit und Neugier, insbesondere bei seinen privaten Treffen.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>&nbsp;Ich lernte Friebe 1981 kennen, also vor \u00fcber 35 Jahren als er Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des VDI-Technologiezentrums war. Seit dieser Zeit begleitete ich Friebe journalistisch und sp\u00e4ter auch publizistisch in seinem beruflichen Wirken. Beide achteten wir immer auf die erforderliche journalistische Distanz, gem\u00e4\u00df dem Motto \u201eEinen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er \u00fcberall dabei ist, aber nirgendwo dazugeh\u00f6rt.\u201c \u2013 das Motto des j\u00e4hrlich vergebenen Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises f\u00fcr Fernsehjournalismus. Ein Beleg daf\u00fcr mag sein, dass Friebe und ich trotz 35j\u00e4hriger, sp\u00e4ter auch enger beruflicher und pers\u00f6nlicher N\u00e4he und Wertsch\u00e4tzung, sich nie duzten. Wir kamen nicht einmal auf die Idee, dies zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Was mich in meiner journalistischen Arbeit im Allgemeinen, und bei Friebe schon sehr bald im Besonderen, reizte, war die Frage: \u201eWas macht Erfolg aus \u2013 und nat\u00fcrlich das Gegenteil\u201c. Viele meiner Gespr\u00e4che mit Unternehmens- und Meinungsf\u00fchrern der Technologie- und Medienbranche zielten genau auf diesen Punkt. Und viele Antworten ersch\u00f6pften sich in Oberfl\u00e4chlichkeit, Marketingblasen und Allgemeinpl\u00e4tzen. Das hat sich \u00fcbrigens bis heute nicht ge\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe au\u00dfer Friebe keinen Menschen kennengelernt, der sich mit einer solchen Offenheit und&nbsp; Gedankentiefe dieser Frage stellte und entsprechende Antworten lieferte. Immer waren diese Antworten unorthodox, \u00fcberraschend, kaum sofort zu verstehen; meist forderten sie Widerspruch geradezu heraus.<\/p>\n\n\n\n<p>Friebe-Antworten f\u00fchrten mich immer weiter: im Verstehen der Sache und der Handlungen der befassten Personen. Und mit der Zeit stellte ich fest, sie f\u00fchrten auch mich in meiner eigenen Entwicklung weiter. So wurde Friebe mit den Jahren mein wichtigster Lehrer, hilfreich auch in kritischen Berufs- und Lebenssituationen. Es mag unlogisch klingen, aber meine journalistische Distanz hat nie darunter gelitten, Friebe hat nie ein unprofessionelles Naheverh\u00e4ltnis eingefordert.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die zahllosen Treffen, \u00f6ffentlichen Auftritte, Pressekonferenzen und pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4che, bei denen ich Friebe begleiten durfte, verstand ich allm\u00e4hlich, wie er seine Erfolge erzielte. Er analysierte, prognostizierte, baute Visionen, formulierte Ziele und daraus Programme, entwickelte Organisationen und realisierte diese mit seiner Mannschaft &#8211; diese mit h\u00e4ufig erstaunlichen Ergebnissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Friebe ging in seiner Arbeit immer systematisch vor, sehr vielschichtig und interdisziplin\u00e4r. Er schuf sich daf\u00fcr \u00fcber die Jahre hinweg einen eigenen \u201eWerkzeugkasten\u201c, den er bis zur Perfektion entwickelte.<\/p>\n\n\n\n<p>Und Friebe gab diesen Werkzeugkasten weiter. Eine ganze \u201eJ\u00fcngerschaft\u201c hat Friebe im Laufe seines Lebens f\u00fcr seinen Werkzeugkasten begeistern k\u00f6nnen, und viele sehr erfolgreiche Berufslaufbahnen basieren auf seinen Lehrs\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine seiner bekanntesten und nicht immer in seinem Sinne richtig verstandenen Weisheiten ist die sogenannte Erfolgsformel. Sie beschreibt auf \u201eeinstein\u2019sche Art\u201c eine der interessantesten Fragen, mit denen sich Menschen seit jeher besch\u00e4ftigen \u2013 n\u00e4mlich, was macht Erfolg aus. Die \u201efriebeistische Erfolgsformel\u201c lautet:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>E = k x W x V\u00b2<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>wobei \u201ek\u201c die Abk\u00fcrzung f\u00fcr \u201eKulturfaktor\u201c ist; \u201eW\u201c steht f\u00fcr \u201eWissen\u201c und \u201eV\u201c f\u00fcr Verhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Andere Inhalte aus Friebes Lehren sind die \u201ehyperbolische Funktion\u201c als Beschreibung periodischer Markt- und Technologiebr\u00fcche und deren Wirkungen, \u201eSoziogramme\u201c als Situations- und Beziehungsanalyse, die \u201eNeuner-Matrix\u201c, meines Wissens schon weit vor Gartner von Friebe entwickelt, \u201eLiquidit\u00e4tssteuerung von Unternehmen\u201c, die \u201eSieben Konfliktl\u00f6sungsstrategien\u201c, \u201eSituatives Management\u201c, \u201eInside- Outside-Analyse\u201c, \u201eEinsatz von Strategemen\u201c, \u201eZeit- und Projektmanagement\u201c, der \u201eWinkel Alpha\u201c, die \u201eWeinglas-Theorie\u201c, \u201eKarpfen, Hechte und Delphine\u201c oder die \u201eErfolgsformel f\u00fcr Manager\u201c. Dies sind nur Beispiele aus einer umfangreichen Palette an Analyse-, Prognose- und F\u00fchrungstools, die Friebe \u00fcber die Jahre immer weiter entwickelte.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Berliner Besuche bei Friebes, so freundschaftlich und herzlich sie auch immer waren, hatten immer einen Arbeitshintergrund. Das letzte gro\u00dfe \u201eProjekt\u201c, dass wir gemeinsam angingen, war, Friebes \u201egeistiges Verm\u00e4chtnis\u201c der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen. Die Idee dazu entstand 2010 und konkretisierte sich im Januar 2011. Damals erfuhr ich erstmals von Friebes Krankheit.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die letzten Jahre hinweg sortierte Friebe seine gesammelten Arbeitsunterlagen und \u00fcbergab sie mir in zirka 40 Aktenordnern. Unter dem Dach der gemeinsamen Unternehmung \u201eDelphin Consult\u201c begann ich, die Unterlagen in einer Web-Datenbank zu digitalisieren und einer interessierten Nutzergruppe als \u201eFriebeismus-Bibliothek\u201c zug\u00e4nglich zu machen. Bisher sind etwa zwanzig Prozent der Friebe-Quellen dort ver\u00f6ffentlicht. Dazu kommen noch Audioaufzeichnungen und Pressever\u00f6ffentlichungen \u00fcber das berufliche Wirken Friebes, die Innovations- und Technologieentwicklung, seine gesellschaftlichen Theorien dazu, sowie die jeweiligen wissenschaftlichen und politischen Rahmenbedienungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Parallel zur Quellenerfassung begannen wir gemeinsam mit der Auswertung und der Ver\u00f6ffentlichung erster Aufs\u00e4tze \u00fcber einzelne Friebe-Themen \u2013 \u00fcber seinen \u201eWerkzeugkasten\u201c und seine Lehrs\u00e4tze. Drei Brosch\u00fcren dazu sind mittlerweile erschienen, unter anderem zur \u201eFriebeistischen Erfolgsformel\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Text-Manuskript f\u00fcr den vierten \u201eDCO-Report\u201c ist einen Tag vor Friebes Tod fertig geworden; das Thema: \u201eDie Erfolgsformel f\u00fcr Manager\u201c. Wir werden es zeitnah zum Gedenken an Friebe in gro\u00dfer Dankbarkeit publizieren. Weitere Ver\u00f6ffentlichungen dazu werden folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir alle \u2013 seine Familie, Verwandten und Freunde &#8211; werden daf\u00fcr sorgen, dass Klaus P. Friebe im Sinne seines Vaters Fritz Friebe weiterlebt. Einst sagte er zu seinem Sohn Klaus:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u201eWei\u00dft du, alles was du im Leben weitergibst, eine Idee, einen Rat, eine Empfehlung, eine Erfindung, einen Trost oder eine gelungene Sache, das lebt weiter! Das wird von den Menschen weitergegeben und geht nicht verloren. Auch wenn du nicht mehr da bist, leben deine Ideen, deine Gedanken, deine Erkenntnisse und deine Ratschl\u00e4ge weiter. \u2013 Sie sterben nicht! Irgendjemand wird sich immer wieder daran erinnern!\u00a0 \u2013 Das ist das ewige Leben!\u201c.\u00a0<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Im Juni 2017<br \/>Eduard Heilmayr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klaus P. Friebe ist am 12. Juni 2017 in Berlin gestorben. Er wurde 82 Jahre alt. Seine Frau Liane und seine S\u00f6hne Marc und Kirk begleiteten ihn in seinen letzten Stunden. Friebes Tod bedeutet f\u00fcr ihn das Ende einer sehr langen und schweren Krankheit. Er litt an einer fortschreitenden Sch\u00e4digung der Nervenzellen, die f\u00fcr Muskelbewegungen &#8230; <a title=\"Nachruf Klaus P. Friebe: Was weiterlebt&#8230;\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/nachruf-klaus-p-friebe-was-weiterlebt\/\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Nachruf Klaus P. 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