{"id":1008,"date":"1984-09-07T11:12:23","date_gmt":"1984-09-07T09:12:23","guid":{"rendered":"https:\/\/friebeismus.delphin-consult.eu\/?p=1008"},"modified":"2020-11-04T09:18:53","modified_gmt":"2020-11-04T08:18:53","slug":"artikel-ctm-planos-sp-die-strategische-antwort-auf-neue-herausforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/artikel-ctm-planos-sp-die-strategische-antwort-auf-neue-herausforderungen\/","title":{"rendered":"Artikel: CTM-Planos SP &#8211; Die strategische Antwort auf neue Herausforderungen"},"content":{"rendered":"\n<p>Bereits 1984&nbsp;war insbesondere der Technologiebereich getrieben von einer hohen Geschwindigkeit aufeinanderfolgender&nbsp;Innovationen, eine stetige&nbsp;Erweiterung&nbsp;der technologischen M\u00f6glichkeiten erzeugte gro\u00dfen Investitions- und Innovationsdruck auf die Unternehmensf\u00fchrung. In diesem Artikel stellt&nbsp;Eduard Heilmayr, damaliger Redakteur bei <em>Markt &amp; Technik<\/em>, das&nbsp;\u00bbTechnologie-Portfolio-Management\u00ab ausf\u00fchrlich vor, eine Methode&nbsp;von der&nbsp;Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, dass der&nbsp;strategischen Unternehmensf\u00fchrung ein Modell bot, sich dieser Herausforderung zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u00bbTechnologie-Portfolio-Management\u00ab &#8211; Dahinter verbirgt sich die Methode der strategischen Unternehmensplanung, die am Lehrstuhl f\u00fcr Industriebetriebslehre an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg unter Leitung von Prof. Dr. W. Pfeiffer entwickelt wurde. F\u00fcr diese Methode wurde eine Software erstellt, die unter \u00bbCTM-Planos SP\u00ab eine computerunterst\u00fctzte strategische Planung auch f\u00fcr Klein- und Mittelbetriebe attraktiv erscheinen l\u00e4sst. Die Notwendigkeit der strategischen Unternehmensplanung und den Prinzipaufbau der \u00bbTechnologie-Portfolio Methode\u00ab schilderten auf einer Pressekonferenz in N\u00fcrnberg Prof. Dr. W. Pfeiffer und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter der \u00bbForschungsgruppe f\u00fcr Innovation und technologische Voraussage\u00ab (FIV) Dr. G. J. Sch\u00e4ffer.<\/p>\n\n\n\n<p>Nahezu unendlich viele Ver\u00e4nderungen in Gesellschaft, M\u00e4rkten und Technologien wirken heute auf die Situation eines Unternehmens ein. Dabei hat die Geschwindigkeit, mit der diese Ver\u00e4nderungen stattfinden, besonders im Technologiebereich noch nie dagewesene Dimensionen erreicht. Mit Ausnahme der Zeit sind alle Faktoren, die die strategischen Unternehmensentscheidungen beeinflussen, einem mehr oder weniger gro\u00dfen Wandel unterworfen. Dieser Wandel verl\u00e4uft nicht kontinuierlich entlang bestimmter Trends, sondern bricht urpl\u00f6tzlich ab. Gerade diese Trendbr\u00fcche und deren Auswirkung auf das Unternehmen sind schwer absch\u00e4tzbar und daher gef\u00e4hrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch gravierender als in der Gesellschaft und im Markt wirken sich die trendbruchartigen Ver\u00e4nderungen im Bereich der Technik beziehungsweise Technologie auf das Unternehmen aus. Diese Ver\u00e4nderungen wirken sich sowohl auf die Produkte als auch auf die Herstellungsverfahren eines Unternehmens aus. Dabei werden, wie beispielsweise Produkte aus der Mikroelektronik, die technischen Neuerungen auch in sich komplexer.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Ausgangssituation, ein sich st\u00e4ndig erh\u00f6hender \u00c4nderungsprozess in der Technologie und damit verkn\u00fcpft eine steigende Komplexit\u00e4t der Produkte, sowie die Marktforderung nach immer mehr auf den Anwender zugeschnittenen Produktl\u00f6sungen, f\u00fchrt zu bedeutenden Ph\u00e4nomenen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der Geschwindigkeitssprung der technologischen Ver\u00e4nderungen hat zur Folge, dass sich die Marktzyklen und damit die wirtschaftlich nutzbare Lebenszeit der Produkte verk\u00fcrzen.<\/li><li>Andererseits f\u00fchrt die Steigerung im Neuigkeitsgrad und in der Komplexit\u00e4t dazu, dass der Zeitraum des Entstehens von Produkten &#8211; von der Suche nach Probleml\u00f6sungsalternativen bis hin zur Produktions- und Absatzvorbereitung &#8211; gr\u00f6\u00dfer wird.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Dieser gegenl\u00e4ufige Zusammenhang wird mit den Begriffen der Marktzyklenkontraktion bei gleichzeitiger Entstehungszyklenexpansion bezeichnet (Bild 1).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild01.jpg\" data-lbwps-width=\"732\" data-lbwps-height=\"898\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild01-245x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\"   class=\"wp-image-1000\"  src=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild01.jpg\"    alt=\"\"  width=\"732\" height=\"898\" srcset=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild01.jpg 732w, https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild01-245x300.jpg 245w\" sizes=\"auto, (max-width: 732px) 100vw, 732px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Eine wirtschaftliche Konsequenz, die sich aus der zeitlichen Verl\u00e4ngerung der Entstehenszyklen ergibt, ist ein wesentliches &#8211; Ansteigen der Vorbereitungskosten f\u00fcr ein Produkt. Die zentralen Ursachen dieser Vorbereitungskostenakkumulation sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der Trend zu spezifischen L\u00f6sungen, &#8211; Der Trend von Komponentenl\u00f6sungen zu Systeml\u00f6sungen, Die notwendige Anwendung relativ wenig verwandter Technologien mit jeweils sehr hohem Ver\u00e4nderungstempo zur L\u00f6sung neuer Probleme<\/li><li>Das Abgehen vom schrittweisen Entwickeln und Konstruieren komplexer Produkt-Systeml\u00f6sungen hin zum parallelen Entwickeln und Konstruieren integrierter Systeml\u00f6sungen, und die damit verbundenen notwendigen parallelen Investitionen in Innovationen aus Produkt-, Produktionsverfahren und Werkstofftechnologien.<\/li><li>Die Notwendigkeit eines verst\u00e4rkten Abst\u00fctzens auf eine anwendungsnahe Grundlagenforschung.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Allgemein bedeutet der st\u00e4ndig wachsende Zeitbedarf f\u00fcr die Entwicklung und Produktion eines neuen Produktes und die gleichzeitig immer k\u00fcrzer werdenden Lebenszyklen ein hohes strategisches Risiko f\u00fcr ein Unternehmen. Diese \u00bbZeitfalle\u00ab kann zu einer regelrechten \u00bbZeitbombe\u00ab werden, wenn sich die technologischen Entwicklungen prinzipiell trendbruchartig ver\u00e4ndern und v\u00f6llig neue Richtungen einschlagen. Die Konsequenz, die sich daraus f\u00fcr die Produktentwicklung eines Unternehmens ergibt, verdeutlicht Bild 2. Beiden H\u00e4lften des Bildes liegt die gleiche Annahme zugrunde, dass die Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen eines sogenannten Nachahmers (Follower) erst nach etwa der H\u00e4lfe des Entstehenszykluses des Vorreiters (First) beginnen. Diese Handlungsweise mag in der Vergangenheit f\u00fcr ein Unternehmen durchaus gen\u00fcgend M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet haben, sich ein relativ gro\u00dfes St\u00fcck von dem dann noch bestehenden Marktvolumen (punktierte Fl\u00e4che in der oberen Abbildungsh\u00e4lfte) herauszuschneiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Einbeziehung der Auswirkungen von Entstehungszyklenexpansion und Marktzyklenkontraktion (Bild 2, unterer Teil) sieht man deutlich, dass dem Nachahmer in dieser neuen Situation nur noch ein sehr kleines Marktvolumen zur Verf\u00fcgung steht. Hingegen befindet sich der Innovator f\u00fcr einen gewissen Zeitraum in einer monopol\u00e4hnlichen Stellung. Zus\u00e4tzliche Vorteile ergeben sich f\u00fcr den lnnovator aufgrund seiner Erfahrungen bei den Herstellungskosten. So gesehen, stehen dem \u00bbFirst\u00ab alle M\u00f6glichkeiten offen, den Nachahmer unter Einsatz einer aggressiven Preispolitik vernichtend zu schlagen: Zum einen muss dieser das n\u00f6tige Know-how-Niveau f\u00fcr neue Technologien aufbauen &#8211; ein in der Regel kostenintensives Unterfangen. Zum anderen m\u00fcssen die bestehenden, f\u00fcr die alte Technologie ben\u00f6tigten Strukturen abgebaut werden. Mag das bei den Sachmittel noch weitgehend unproblematisch sein, so ergeben sich doch gr\u00f6\u00dfere Probleme beim Personal; insbesondere dann, wenn der Technologiesprung so gro\u00df ist, dass daf\u00fcr qualifiziertes Personal eingestellt werden muss. Die Anforderungen aufgrund dieser neuen Situation f\u00fcr die Unternehmen liegen auf der Hand. Statt blo\u00dfes Reagieren auf von der Konkurrenz bereits realisierte Produkte, muss die Parole hei\u00dfen: aktives Agieren bereits auf der Ebene des Entstehens neuer Technologien und zwar je fr\u00fcher, desto besser!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild02.jpg\" data-lbwps-width=\"1060\" data-lbwps-height=\"640\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild02-300x181.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\"   class=\"wp-image-1001\"  src=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild02.jpg\"    alt=\"\"  width=\"1060\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild02.jpg 1060w, https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild02-300x181.jpg 300w, https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild02-1024x618.jpg 1024w, https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild02-768x464.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1060px) 100vw, 1060px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Der Versuch, dieses Zeitproblem allein mit wertanalytischen Methoden der Kostensenkung oder der Intensivierung taktisch-operativer Methoden der Forschung und Entwicklung bei Planung, Steuerung sowie des Controllings traditionellen Zuschnitts l\u00f6sen zu wollen, w\u00e4re gleichbedeutend mit einem Kurieren an Symptomen. Stattdessen ist in dieser dynamischen Umweltsituation eine strategische Vorsteuerung aller unternehmerischen Aktivit\u00e4ten erforderlich. Dies bedarf des Einsatzes von Methoden, die diese Komplexit\u00e4t und Faktenvielfalt auf entscheidbare Strukturen reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr ein Unternehmen, die Dynamik der Technik strategisch zu deuten, bietet die \u00bbTechnologie-Portfolio-Methode\u00ab. Sie stellt die Gr\u00f6\u00dfe \u00bbTechnologie-Attraktivit\u00e4t\u00ab als Summe der wirtschaftlichen und technischen Vorteile eines Produktes unabh\u00e4ngig von den in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen dar. Dieser Parameter ist im Wesentlichen durch die Weiterentwickelbarkeit und den Umfang des Anwendungsspektrums einer Technologie charakterisiert. In Bezug dazu wird die Gr\u00f6\u00dfe \u00bbRessourcenst\u00e4rke\u00ab gesetzt. Diese Gr\u00f6\u00dfe beschreibt die internen F\u00e4higkeiten eines Unternehmens, neue technische Potentiale zu nutzen. Sie ist also das Ma\u00df der gegenw\u00e4rtigen Beherrschung einer Technologie im Unternehmen im Verh\u00e4ltnis zur Konkurrenz und empfiehlt f\u00fcr jede im Unternehmen angewandte Technologie differenzierte F\u00f6rderungsstrategien (Bild 3).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild03.jpg\" data-lbwps-width=\"731\" data-lbwps-height=\"529\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild03-300x217.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\"   class=\"wp-image-1002\"  src=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild03.jpg\"    alt=\"\"  width=\"731\" height=\"529\" srcset=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild03.jpg 731w, https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild03-300x217.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 731px) 100vw, 731px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Technologie-Portfolio Methode analysiert die Technologien, die zur Realisierung der einzelnen Produktkomponenten ben\u00f6tigt werden (Produkttechnologien) und die eingesetzten Herstellungsverfahren (Produktions- oder Prozesstechnologien). Den schematischen Ablauf dieser Bewertungs- und Entscheidungsmethode in f\u00fcnf Stufen zeigt Bild 4. Im ersten Schritt werden Produkt- und Prozesstechnologien eines Unternehmens identifiziert, analysiert und zugeordnet. Ihre gemeinsamen technologischen Wurzeln m\u00fcssen herausgearbeitet werden, um die Breite ihrer Anwendung sichtbar zu machen. Damit wird die Bedeutung der verwendeten Technologien f\u00fcr das Unternehmen transparent. Schematisch l\u00e4sst sich dieser Grundgedanke vereinfacht in einer Gegen\u00fcberstellung von Produkten und Technologien darstellen (Bild 5). Die Zuordnung der Produkte zu den verwendeten Produkt- und Prozesstechnologien l\u00e4sst sich jedoch nicht mit einem Schritt bew\u00e4ltigen. Dies setzt eine Analyse des Produktes nach Systemen, Baugruppen und Elementen voraus, denen auf jeder Stufe unterschiedliche Produkt- und Prozesstechnologien zugeordnet werden. Daf\u00fcr stehen methodische Technologielisten zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild04_und05.jpg\" data-lbwps-width=\"744\" data-lbwps-height=\"1327\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild04_und05-168x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\"   class=\"wp-image-1003\"  src=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild04_und05.jpg\"    alt=\"\"  width=\"744\" height=\"1327\" srcset=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild04_und05.jpg 744w, https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild04_und05-168x300.jpg 168w, https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild04_und05-574x1024.jpg 574w\" sizes=\"auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>In einem zweiten Schritt (Bild 6) wird die Attraktivit\u00e4t der eingesetzten beziehungsweise einzusetzenden Prozess- und Produkttechnologien eingesch\u00e4tzt. Es ist hier das Ziel, die vorher bestimmten Bedeutungen einzelner Technologien f\u00fcr das Unternehmen in Abh\u00e4ngigkeit der internen St\u00e4rke oder Schw\u00e4che zu beurteilen und zu deren \u00bbBeherrschung\u00ab spezifische \u00bbF\u00f6rderma\u00dfnahmen\u00ab vorzutragen. Die Beurteilungskriterien dieser Relevanz, das der Technologie Attraktivit\u00e4t entspricht, reicht von \u00bbgering\u00ab \u00fcber \u00bbmittel\u00ab bis \u00bbhoch\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild06.jpg\" data-lbwps-width=\"730\" data-lbwps-height=\"478\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild06-300x196.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\"   class=\"wp-image-1004\"  src=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild06.jpg\"    alt=\"\"  width=\"730\" height=\"478\" srcset=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild06.jpg 730w, https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild06-300x196.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Gering ist die Attraktivit\u00e4t einer Technologie dann einzusch\u00e4tzen, wenn die Zahl der Anwendungsarten st\u00e4ndig abnimmt. Das Technologiegebiet ist vollkommen ausgereizt und Leistungsverbesserungen nicht mehr m\u00f6glich. Die Technologie ist am Ende ihres Lebenszyklusses angelangt. Die Kosten- und\/ oder Ertragssituation bleibt bestenfalls stabil. Beispiel: informationsmechanische Konstruktionen, die von mikroelektronischen L\u00f6sungen verdr\u00e4ngt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als \u00bbrnittel\u00ab ist die Attraktivit\u00e4t einer Technologie dann einzusch\u00e4tzen, wenn die Anwendungen auf hohem Niveau stagnieren. Komplement\u00e4rtechnologien sind entwickelt und bewirken kaum noch wesentliche Chancen einer Marktverbreiterung. Einige Komponenten bieten noch die M\u00f6glichkeit einer graduellen Leistungsverbesserung. Die Kosten- und\/oder Ertragssituation ist ebenfalls noch verbesserbar. Als Beispiel kann man hier herk\u00f6mmliche Verbrennungsmotoren anf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Hohe Attraktivit\u00e4t bieten Technologien, bei denen Anwendungsarten und -m\u00f6glichkeiten durch Komplement\u00e4rtechnologien st\u00e4ndig zunehmen. Diese Technologie steht erst am Anfang ihrer Entwicklung. Erhebliche Leistungsverbesserungs-, Kostensenkungs- und\/oder Ertragsverbesserungspotentiale sind zu erwarten. Beispiel: Sensoren, deren Anwendung in jedem denkbaren Regelkreis m\u00f6glich sind. Die schematischen Zusammenh\u00e4nge zur Bestimmung der Technologieattraktivit\u00e4t zeigt Bild 6.<\/p>\n\n\n\n<p>Im dritten Schritt wird die Attraktivit\u00e4t einer Technologie vor dem Hintergrund der im Unternehmen vorhandenen Ressourcenst\u00e4rke relativiert. Zentrale Bestandteile der unternehmerischen M\u00f6glichkeiten sind dabei das vorhandene Know-how im Vergleich zur st\u00e4rksten Konkurrenz und die H\u00f6he des Budgets (Bild 7).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild08.jpg\" data-lbwps-width=\"782\" data-lbwps-height=\"478\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild08-300x183.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\"   class=\"wp-image-1006\"  src=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild08.jpg\"    alt=\"\"  width=\"782\" height=\"478\" srcset=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild08.jpg 782w, https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild08-300x183.jpg 300w, https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild08-768x469.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 782px) 100vw, 782px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Unter Ressourcenst\u00e4rke werden also die zur Realisierung des Technologiepotentials n\u00f6tigen, im Unternehmen bereits vorhandenen Mittel ber\u00fccksichtigt: Je mehr die internen M\u00f6glichkeiten im Unternehmen der allgemeinen technischen und wettbewerblichen Entwicklung entsprechen, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Ressourcenst\u00e4rke. Sie ist im Gegensatz zur Technologie-Attraktivit\u00e4t eine unternehmensinterne Gr\u00f6\u00dfe. Mit der Ermittlung der Attraktivit\u00e4t der verwendeten Technologien und der Zuordnung der im Unternehmen vorhandenen Ressourcenst\u00e4rke erh\u00e4lt man die Ist-Situation.<\/p>\n\n\n\n<p>Als vierter Schritt muss die Ist-Situation auf einen zuk\u00fcnftigen Zeitpunkt des unternehmerischen Entscheidungshorizonts transferiert werden. Risiko- und Chancenpotentiale werden umschrieben. Zu ber\u00fccksichtigen ist dabei, welche zuk\u00fcnftigen Chancen bestehen, vorhandene Ressourcen auszubauen oder vers\u00e4umtes aufzuholen, und zu pr\u00fcfen, wo Risiken bestehen, den Vorsprung oder den Anschluss zu verlieren (Bild 8).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild07.jpg\" data-lbwps-width=\"1118\" data-lbwps-height=\"1053\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild07-300x283.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\"   class=\"wp-image-1005\"  src=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild07.jpg\"    alt=\"\"  width=\"1118\" height=\"1053\" srcset=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild07.jpg 1118w, https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild07-300x283.jpg 300w, https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild07-1024x964.jpg 1024w, https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT_Bild07-768x723.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1118px) 100vw, 1118px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Im f\u00fcnften Schritt kann man aus der Technologie-Portfolio-Analyse konkrete Handlungsempfehlungen ableiten (Bild 9).<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Investitionsempfehlungen sind f\u00fcr solche Technologien angezeigt, die eine mittlere bis hohe Technologie-Attraktivit\u00e4t und Ressourcenst\u00e4rke aufweisen<\/li><li>F\u00fcr Technologien mit geringer bis mittlerer Attraktivit\u00e4t und Ressourcenst\u00e4rke sind Desinvestitionsempfehlungen notwendig, da Investitionen in solche Technologien keine prinzipiellen Verbesserungen der Leistungsf\u00e4higkeit erwarten lassen<\/li><li>Die drei Diagonalfelder der Technologie-Portfolio-Matrix geben keine einheitliche Handlungsempfehlung. Sie weisen sowohl Merkmale der Investitions- als auch solche der Desinvestitionsempfehlungen auf.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Aus den einzelnen Feldern der Technologie-Portfolio-Matrix (Bild 9) lassen sich folgende Aussagen gewinnen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Bei hoher Technologie-Attraktivit\u00e4t aber geringer Ressourcenst\u00e4rke liegen die Alternativen nahe, a) gro\u00dfe Investitionen zur Erreichung einer mittleren bis hohen Ressourcenposition sind zu t\u00e4tigen, die strategische, technologische L\u00fccke ist zu schlie\u00dfen b) sich aus dieser Technologie zur\u00fcckzuziehen; wenn sie allerdings unverzichtbar ist, muss sie \u00bbzugekauft\u00ab werden<\/li><li>Bei mittlerer Technologie-Attraktivit\u00e4t und mittlerer Ressourcenst\u00e4rke lautet die Entscheidung: a) zur Erlangung einer hohen Ressourcenst\u00e4rke sind Investitionen in gem\u00e4\u00dfigtem Umfang durchzuf\u00fchren, wenn es sich um eine zentrale Technologie handelt oder b) durch Reduktion der Forschungs- und Entwicklungsaktivit\u00e4ten zu desinvestieren; dies bedingt Zukauf und\/oder die Imitation von Technologien.<\/li><li>Bei geringer Technologieattraktivit\u00e4t, aber hoher Ressourcenst\u00e4rke kann man w\u00e4hlen zwischen: a) geringen Investitionen f\u00fcr den Erhalt des technologischen Vorsprungs und b) langsamem Desinvestieren, wobei bewusst ein geringerer als der h\u00f6chste Entwicklungsstand in Kauf zu nehmen ist.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Das Technologie-Portfolio tr\u00e4gt wesentlich zu einer strategischen Denkhaltung der Anwender bei. Es liefert eine verbesserte Entscheidungsgrundlage, stellt jedoch keinen Entscheidungsautomatismus dar. Erleichtert wird dieses Instrument f\u00fcr die strategische Planung dynamischer Zukunftsm\u00e4rkte durch das Programmpaket \u00bbCTM-Planos-SP\u00ab. Dieses Programmsystem bietet die isolierte oder integrierte Anwendung er Technologie-Portfolio-Management-Methode auf Computersystemen eines Konstanzer Herstellers.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Softwarepaket \u00bbPlanos-SP\u00ab wird in zwei Varianten angeboten: als alleinstehendes Strategie-Instrument, das nach Bedarf mit Daten gef\u00fcttert wird, oder als integrierte L\u00f6sung mit Datenverbindungen zur Finanzierungsbuchhaltung und zur Produktionsplanung. Damit kann die Methode ebenso ein F\u00fchrungsinstrument f\u00fcr den mittelst\u00e4ndischen Unternehmer als auch ein Werkzeug f\u00fcr die strategische Unternehmensplanung im Gro\u00dfbetrieb darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pianos wird sowohl f\u00fcr Produkte der Modellreihe CTM 900\/9000 wie auch f\u00fcr das 32-Bit-Dialogsystem CTM 9032 angeboten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pdfjsblock-pdfjs-embed pdfjs-wrapper\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT3618ff_he-Artikel_Technologie-Portfolio-Management.pdf\">1984_09_07_M&amp;T3618ff_he-Artikel_Technologie-Portfolio-Management<\/a><a href=\"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/01\/1984_09_07_MT3618ff_he-Artikel_Technologie-Portfolio-Management.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits 1984&nbsp;war insbesondere der Technologiebereich getrieben von einer hohen Geschwindigkeit aufeinanderfolgender&nbsp;Innovationen, eine stetige&nbsp;Erweiterung&nbsp;der technologischen M\u00f6glichkeiten erzeugte gro\u00dfen Investitions- und Innovationsdruck auf die Unternehmensf\u00fchrung. In diesem Artikel stellt&nbsp;Eduard Heilmayr, damaliger Redakteur bei Markt &amp; Technik, das&nbsp;\u00bbTechnologie-Portfolio-Management\u00ab ausf\u00fchrlich vor, eine Methode&nbsp;von der&nbsp;Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, dass der&nbsp;strategischen Unternehmensf\u00fchrung ein Modell bot, sich dieser Herausforderung zu stellen.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":1006,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[46,49,71,72,78],"tags":[128,149,335,390],"class_list":["post-1008","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-he-veroeffentlichungen","category-markt-technik","category-guter-content","category-brauchbarer-content","category-geschichte-me","tag-ctm-planos-sp","tag-dr-g-j-schaeffer","tag-prof-dr-w-pfeiffer","tag-technologie-portfolio-management"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1008","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1008"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1008\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2154,"href":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1008\/revisions\/2154"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1006"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/delphin-consult.de\/friebeismus\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}